Haben Sie in den letzten Jahren bei Online-Glücksspielen erhebliche Verluste erlitten? Viele Betroffene fragen sich, ob sie verlorenes Casino-Geld zurückfordern können. Dank der aktuellen Rechtsprechung in Deutschland stehen die Chancen für eine erfolgreiche Rückforderung oft überraschend gut, wenn der Anbieter zum Zeitpunkt des Spielens über keine deutsche Lizenz verfügte.
Das deutsche GlüStV-Regelwerk war lange Zeit streng, und viele europäische Glücksspielanbieter haben ohne gültige nationale Erlaubnis ihre Dienste im Internet angeboten. Verträge, die unter Verstoß gegen dieses Verbot geschlossen wurden, sind nach Ansicht vieler Zivilgerichte oft rechtlich unwirksam. Dies eröffnet Spielern die Möglichkeit, ihre eingezahlten Einsätze vom Betreiber oder sogar von den beteiligten Zahlungsdienstleistern zivilrechtlich zurückzufordern.
Voraussetzungen für die Rückforderung von Verlusten
Bevor rechtliche Schritte eingeleitet werden, sollten Spieler prüfen, ob bestimmte Kriterien erfüllt sind. Dazu gehört vor allem die lückenlose Dokumentation der eigenen Transaktionen und Verluste. Wer seine Bank- oder Kreditkartenauszüge sowie Kontoübersichten der E-Wallets bereithält, kann die genaue Summe schnell beziffern. Eine anwaltliche Erstberatung hilft zudem dabei, individuelle Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen und das weitere Vorgehen zu planen.
